23. JUL 2009

Höhere Wohnungspreise in Uni-Städten

In typischen Universitätsstädten schneiden die Wohnungsmärkte überdurchschnittlich stark ab im Vergleich zu industriell geprägten Städten. Dies ist begründet in der Tatsache dass diese Städte eine geringere Konjunkturabhängigkeit haben als andere. Die Zahl der Studierenden folgt dem demographischen Trend, nicht der Konjunktur. Die Jobs an und um die Uni sind weniger dem Auf und Ab des Konjunkturzyklus unterworfen. Außerdem bleiben viele Akademiker, die sich selbstständig machen, an ihrem Studienort. Die haben eine hohe Qualifikation und oft hohes Einkommen.

Institutionelle Investoren sind sicher gut beraten, wenn sie diese Zusammenhänge berücksichtigen. Für private Immobilienkäufer kommt es drauf an: Beim Kauf zur Eigennutzung ist die persönliche Situation entscheidend, übergeordnete Standortfaktoren sind weniger bestimmend. Aber wer einen Teil seines Geldes in einer Eigentumswohnung anlegen will, der kann mit dem Kriterium Uni- oder Industriestadt eine Vorselektion treffen. Aber ganz wichtig ist: dies ist ein genereller Trend. Die Aussagen gelten nicht für alle Uni- oder Industriestädte gleichermaßen. Auch die genaue Objektprüfung vor Ort wird dadurch nicht obsolet.

(Quelle: Frankfurter online-rundschau vom 22.07.2009)